Über uns

Das ist die Idee ...

Bei Solidarischer Landwirtschaft werden die Lebensmittel nicht mehr über den Markt vertrieben, sondern fließen in einen eigenen, durchschaubaren Wirtschaftskreislauf, der von den Verbraucher*innen mit organisiert und finanziert wird. Das ist der Unterschied zu einer Abokiste: Die Landwirte werden finanziert und nicht das Produkt. Diese Form der biologischen Landwirtschaft fördert und erhält eine bäuerliche und vielfältige Landwirtschaft, stellt regionale Lebensmittel zur Verfügung und ermöglicht Menschen einen neuen Erfahrungs- und Bildungsraum.

 

Wir sind viele ...

Solidarische Landwirtschaft -kurz Solawi- ist abgeleitet vom amerikanischen "Community-supported agriculture" (kurz CSA). Wir sind eine von inzwischen 280 bundesweiten Initiativen und teilen uns die Ernte. Ausgehend von Japan und den USA sind seit den 1960ern CSAs in Kanada, der Schweiz und in vielen europäischen Ländern entstanden.

 

So funktioniert unsere Solawi ...

Am 17.12.2016 trafen sich 18 mutige Gründungsmitglieder und machten sich voller Elan auf den Weg zum eigenen Acker. Nach unserem ersten Jahr in Schwalmtal-Eicken sind wir zum Jahreswechsel 2017/2018 auf den Biobauernhof Essers in Jüchen-Neuenhoven umgezogen. Der Hof liegt an der südlichen Stadtgrenze von Mönchengladbach. Dort bauen wir zusammen mit unserer Gärtnerin Merle Gruden, mithelfenden Mitgliedern und Aushilfskräften auf einem Hektar Freiland und in unserem Folientunnel biologisches Gemüse und Kräuter an. Der Anbauplan mit den über 50 Gemüsekulturen wird auf unserer jährlichen Mitgliederversammlung beschlossen.

Die Mitglieder zahlen einen Jahresbeitrag in monatlichen Raten und bekommen dafür wöchentlich einen Ernteanteil. Dienstags werden die Mitglieder per Mail mit dem Hofbrief über die Ernte und Termine informiert. Freitags wird die Ernte unter den Mitgliedern aufgeteilt und mit PKW und Anhänger in die Abholstationen verteilt. Die Ernteausgabe beginnt ab ca. 14.00 Uhr in Neuenhoven. Bis ca. 16.00 Uhr wird die Ernte auf die anderen Abholstationen die verteilt.

Zur Zeit gibt es sechs Abholstationen:

Jüchen-Neuenhoven | Rheydt | Schwalmtal-Eicken | Viersen | MG-Windberg | MG-Volksgartenstraße

Hierzu haben sich mehrere Mitglieder zusammengetan und organisieren dort selbstständig die Verteilung der Ernte in ihrem Wohnviertel. Durch Zusammenschlüsse von Mitgliedern aus Nachbarschaften können weitere entstehen …

Ernteanteil und Anbauplan

Ein wöchentlicher Ernteanteil besteht im Jahresdurchschnitt aus 2,5 kg Gemüse + 2 Salate + Kräuter. Ein Beispiel für einen wöchentlichen Ernteanteil im Sommer ist auf dem Foto rechts zu sehen. Der Anteil fällt je nach Jahreszeit unterschiedlich groß aus und kann sich natürlich auch witterungsbedingt ändern. Im Sommer kann der Überschuss durch Einfrieren oder Einmachen haltbar gemacht werden und im Winter die kleiner werdenden Erntemengen ergänzen. Und das gibt es in diesem Jahr ...

Anbauplan herunterladen

Finanzen

Zum Jahresanfang wird auf der Mitgliederversammlung die Kalkulation für das Wirtschaftsjahr beschlossen. In späteren Jahren werden dann, wie bei Solawis üblich, in einer Bieterrunde die individuellen Monatsbeiträge ermittelt. In der Gründungsphase haben wir uns jedoch erst einmal auf einen für alle gleichen Monatsbeitrag geeinigt. In 2020 sind dies:

  • 80 € für einen Ernteanteil oder
  • 45 € für einen halben Ernteanteil.

Die Solawi-Mitglieder legen sich für ein Jahr fest. Damit sind sämtliche laufenden Kosten für das Wirtschaftsjahr finanziert. Zu den laufenden Betriebskosten fallen Investitionen beispielsweise für Bewässerung, Geräte, Pumpe, und Folientunnel an. Dazu macht jedes Mitglied eine einmalige Einlage in Höhe von 200 €, die, vergleichbar mit einem Genossenschaftsanteil, bei einem späteren Austritt wieder zurückgezahlt wird. Für Mitglieder, die sich die Kosten für den Ernteanteil oder die Einmalzahlung nicht leisten können, kann eine individuelle Regelung gefunden werden. Hier unsere aktuelle Satzung zum Download.